Schweissfrei leben

Nachtschwitzen - Ursachen

Hausärzte und Internisten müssen sich von ihren Patienten häufig Beschwerden über Nachtschwitzen anhören, da dieses Problem sehr weit verbreitet ist. Wenn man von Nachtschweiß spricht, ist das übermäßige Schwitzen in der Nacht gemeint.

Manche Personen, die unter Nachtschwitzen zu leiden haben, wachen mitten in der Nacht auf und sind von oben bis unten durchnässt, obwohl sie kein Fieber haben und obwohl es im Raum nicht zu warm ist. Als wäre das nächtliche Schwitzen noch nicht genug, gibt es nicht wenige, die zudem unter Kurzatmigkeit und Schlaflosigkeit leiden. Nachtschwitzen ist demnach für viele Menschen ein Problem, das gelöst werden will.

Man muss jedoch unterscheiden:

Wenn das Schlafzimmer zu sehr geheizt, oder die Schlafbekleidung zu dick ist, fängt man während dem Schlafen an zu schwitzen – und das ist völlig normal. Bedenklich wird es allerdings, wenn der Nachtschweiß chronisch, stark und ohne ersichtlichen Grund auftritt und somit zu einer lästigen und unangenehmen Begleiterscheinung der Nachtruhe wird.

In einer Studie an 2200 Patienten, die im Jahre 2009 einen Internisten in den USA besuchten, wurde festgestellt, dass 42% dieser Personen vermehrt während der Nacht schwitzen – Nachtschwitzen ist also ein relativ weit verbreitetes Phänomen in der Gesellschaft!

Was sind die Ursachen von Nachtschwitzen?

Es gibt viele verschiedene Ursachen von Nachtschweiß – tatsächlich schwitzt jeder von uns in der Nacht, der eine mehr, der andere weniger. Während manche Fälle von nächtlichen Schweisßausbrüchen harmlos sind und lediglich durch erklärbare Umstände (z.B. Fieber) hervorgerufen werden, können andere Fälle problematischer sein.

Um bei chronischem Nachtschwitzen genau festzustellen, was das dauerhafte nächtliche Schwitzen verursacht, muss sich der Arzt eingehend mit dem Patienten beschäftigen, dessen Krankenakte studieren und herausfinden, ob es an einem tieferliegenden medizinischen Problem liegen kann oder nicht.

Im Folgenden sind die bekanntesten Ursachen von Nachtschwitzen aufgelistet:

  • Wechseljahre / Menopause:
    Hitzewallungen in der Übergangsphase der Menopause können vor allem Nachts auftreten und übermäßiges Schwitzen verursachen. Dies kommt häufig vor und ist kein Grund zur Beunruhigung. Diese Ursache von Nachtschwitzen kann sogar einige Monate oder Jahre vor Beginn der eigentlichen Wechseljahre vorkommen.
  • Idiopathische Hyperhidrose:
    Die idiopathische Hyperhidrose ist ein Zustand, bei dem der Körper chronisch zu viel Schweiß, auch in der Nacht, produziert. Bisher konnte man dafür noch keine eindeutige Ursache identifizieren.
  • Infektionen:
    Typischerweise ist eine Tuberkulose die Infektion, die am ehesten mit Nachtschwitzen assoziiert wird. Dennoch konnten auch andere, bakterielle Infektionen als Ursachen von Nachtschweiß identifiziert werden, wie z.B. Endokarditis (Herzinnenwandentzündung), Osteomyelitis (Knochenentzündung), Mandel- oder Blinddarmentzündung, perianales Hämatom oder Divertikulitis.
  • Krebs:
    Nachtschwitzen ist ein frühes Symptom bei manchen Krebserkrankungen. Am häufigsten mit Nachtschweiß in Verbindung gebracht werden dabei Tumore des Lymphgewebes. Nächtliches Schwitzen aufgrund von undiagnostiziertem Krebs geht jedoch oftmals auch einher mit Gewichtsverlust und Fieber.
  • Hypoglykämie (niedriger Blutzuckerspiegel):
    Es gibt Fälle, bei denen die Ursache von Nachtschweiß Hypoglykämie ist, d.h. der Blutzuckerspiegel ist zu niedrig bzw. der Glukose-Anteil im Blut ist zu gering. Besonders Menschen, die Insulin einnehmen müssen, können unter Hypoglykämie leiden.
  • Hormonstörungen:
    Nächtliche Schweißausbrüche können mit Hormonschwankungen bzw. Hormonstörungen in Zusammenhang stehen (z.B. Karzinoid-Syndrom oder Schilddrüsenüberfunktion).
  • Neurologische Probleme:
    Nicht sehr häufig, aber dennoch vorkommend und als Ursache von nächtlichem Schwitzen anzusehen sind neurologische Probleme wie z.B. Hyperreflexie, Schlaganfall, Erkrankungen des Rückenmarks oder Neuropathie.
  • Medikamente:
    Bestimmte Medikamente können der Auslöser von Nachtschwitzen sein. So können z.B. alle Arten von Antidepressiva für vermehrtes Schwitzen in der Nacht verantwortlich sein (Serotonin-Hemmer, Venlafaxin oder Bupropion), wohingegen in nur seltenen Fällen auch Aspirin oder Tomapyrin dafür verantwortlich gemacht werden kann.
    Folgende Medikamente werden nicht typischerweise mit Nachtschweiss in Verbindung gebracht, können aber Hitzewallungen und ein gerötetes Gesicht auslösen: Niacin, Tamoxifen, Hydralazin, Kortison und Sildenafil.

 

» Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Nachtschwitzen üblicherweise eine harmlose Erscheinung ist.

Dennoch ist verstärkt auftretendes nächtliches Schwitzen manchmal ein Anzeichen eines tierferliegenden medizinischen Problems. Wer die nächtlichen Schweißausbrüche nicht hinreichend erklären kann, sollte den Arzt aufsuchen.

 

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